Im Zentrum des Friedhofs, am Beginn der Zittenfeldener Straße, steht die 1973 eingeweihte Leichenhalle (auch Leichenhaus gennt). Sie entstand im Zusammenhang mit der damaligen Erweiterung des Friedhofs und sollte den Verstorbenen der Gemeinde eine würdige letzte Ruhestätte bis zur Beisetzung geben.
Bemerkenswert ist, dass die Bevölkerung den Bau nicht nur ideell, sondern auch finanziell unterstützte. Von den rund 90.000 DM Baukosten konnte etwa ein Drittel durch Spenden der Bürger aufgebracht werden – ein schönes Zeichen dafür, welchen Stellenwert die Einrichtung damals für die Gemeinde hatte.
Eine besondere Geschichte verbirgt sich im kleinen Turm der Leichenhalle. Die dortige Glocke entging 1932 nur knapp der Einschmelzung. Pfarrer Brenneis erkannte ihre historische Bedeutung und bewahrte sie vor der Zerstörung. Die Glocke trägt eine Inschrift des Gießermeisters Memlich Jörg von Speyer und ist damit über 500 Jahre alt. Ihr genaues Entstehungsjahr bleibt bis heute ein Geheimnis.



